Arbeitgeber darf Internetbrowser danach auswerten, ob der Mitarbeiter das Internet privat nutzt.

Dem Mitarbeiter wurde vom Arbeitgeber ein Notebook zur Verfügung gestellt. Eine private Nutzung des Internets war dem Mitarbeiter nur in den Pausen erlaubt.  Der Arbeitgeber hatte den Verdacht, dass der Mitarbeiter das Internet erheblich auch privat nutzt. Deshalb  wertete der Arbeitgeber ohne Zustimmung des Mitarbeiters den Browserverlauf aus. Der Verdacht bestätigte sich. Der Mitarbeiter hatte das Internet zusammengerechnet an 5 Tagen innerhalb von 30 Arbeitstagen privat genutzt. Der Arbeitgeber kündigte daher das Arbeitsverhältnis wegen Privatnutzung  aus wichtigem Grund.

Das LAG Berlin-Brandenburg hielt die außerordentliche Kündigung für rechtswirksam (Urteil vom 14.1.2016, 5 Sa 657/15, Urteil ist noch nicht rechtskräftig).