Personenbedingte Kündigung

Was ist eine personenbedingte Kündigung ?
Bei einer personenbedingten Kündigung liegt der Grund der Kündigung in der Person des Arbeitnehmers. Beispiele für eine personenbedingte Kündigung ist die Kündigung wegen einer länger andauernden Krankheit oder häufiger Kurzerkrankungen. Neben dem Grund in der Person des Arbeitnehmers müssen hinzukommen, dass im Falle der Erkrankung die betrieblichen oder wirtschaftlichen Interessen des Arbeitgebers beeinträchtigt werden, keine andere Beschäftigung smöglichkeit zur Verfügung steht und dass die Interessen des Arbeitgebers an einer Kündigung gegenüber den Interessen des Arbeitnehmers an einer Weiterbeschäftigung überwiegen.

Die nachfolgenden Urteile erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit bzw. Wiedergabe aller aktuellen arbeitsrechtlichen Urteile. Die Urteile werden nur schlagwortartig wiedergegeben. Ob, und wenn ja, in welchem Umfang die Urteile auf Ihren Einzelfall übertragen werden können, bedarf einer näheren fachanwaltlichen Prüfung.
BAG=Bundesarbeitsgericht

Alkoholsucht: Alkoholsucht eines Arbeitnehmers kann eine personenbedingte Kündigung rechtfertigen, wenn der Arbeitnehmer nicht bereit ist, eine Entziehungskur bzw. Therapie durchzuführen. Denn aufgrund der Ablehnung des Arbeitnehmers kann erfahrungsgemäß davon ausgegangen werden, dass der Arbeitnehmer von seiner Alkoholabhängigkeit in absehbarer Zeit nicht geheilt wird. Eine personenbedingte Kündigung kann auch gerechtfertigt sein, wenn der Arbeitnehmer nach abgeschlossener Therapie rückfällig geworden ist (BAG vom 20.3.2014, 2 AZR 565/12).

Fachliche Eignung: Wenn die Landesschulbehörde anordnet, dass ein Lehrer nicht über die  fachliche Eignung für den Lehrerberuf vergügt, kann dies eine personenbedingte Kündigung des Lehrers rechtfertigen  (LAG Niedersachsen vom 24.01.2014, 12 Sa 443/13).